Als ich aus meinem Zelt kroch, war das böse Bächlein leider noch da. Es half einfach nichts, weshalb ich trotz meiner aufgeschürften Stellen an den Füssen in meine Flip Flops schlüpfte und wieder ins kalte Wasser stieg. Der Weg zog sich dann auch noch ne ganze Weile und war von mehreren Hindernissen (Felsvorsprünge , kleinere Wassrefälle und bis zur Hüfte gehende Wasserlöcher) gespickt. Kam mir fast wie eine Spielfigur in einem Adventure Game vor – wo ist der Weg, wie komme ich am schnellsten weiter und pass bloß auf die Minenfelder auf.
Schließlich konnte ich mein Glück kaum fassen, denn ich erreichte einen Trampelpfad neben dem Bach. -Was für eine Wohltat-. Nach einem weiteren Kilometer war dann das Wadi endlich bezwungen. “Huaaaa – Ich habe überlebt”. Anstatt der angeblich drei Stunden waren es dann wohl eher so fünft geworden. – Hierzu bitte kein Kommentar -

Trocknen der Sachen
- Das Wadi, was bestimmt richtig Fun machen kann, würde ich aber nur noch einmal durchlaufen, wenn ich geeignete Schuhe bzw. Kleidung (Neopren), einen Guide oder Gruppe und kein zusätzliches Gewicht (schwerer Rucksack) hätte. -

Der INT
Auf der Strasse ging es dann Richtung Dan, wo der eigentliche Trail beginnen sollte. Schon nach einigen Schritten bemerkte ich ein leichtes Stechen im rechten Knie. Gestern war ich nämlich ausgerutscht und mit vollem Gewicht auf mein rechtes Knie gefallen. Über Nacht hatte ich es leicht gespürt und nun meldete es sich mit einem stechenden Schmerz wieder zurück.
In Dan angekommen, bog ich gleich in den INT ein und machte die ersten Kilomter gut. Auf diesem Stück waren dann zwei Bäche zu überqueren, was aber aufgrund meiner neu bzw. schmerzlich erworbenen Fähigkeiten kein Problem darstellte. Nach ca. sechs Kilomtern kam dann eine Tankstelle, wo ich meine Wasservorräte auffüllte und eine kurze Pause einlegte. Hierbei fiel mir der immer stärker werde Schmerz in meinem mittlerweile rot gewordenen Knie auf.
Zja – Zähne zambeissen und weiter. Trotz des Muskelkaters (Arme, Beine und Ruecken) und den aufgeriebenen und aufgeschürften Stellen am Fuss konnte man weiterlaufen, aber das Knie bereitete mir immer mehr Probleme. Nachdem ich eine Steigung erklommen hatte und vor mir den weiteren Weg in die Hügel sah, entschied ich mich, den Notfallplan B auszurufen. Da mein Knie bei jeder Bewegung stark schmerzte und jeder weitere Kilometer (es waren heute bereits ca. 20km) unmöglich schien, trampte ich zu einer nahe gelegen Jugendherberge.
Eine heisse Dusche und ein richtiges Bett mussten mich einfach wieder fit kriegen.
Mein rechtes Knie war übrigends mittlerweile blau geworden.