Ein letztes Mal an den Strand

13. März 2010

Heute morgen ging es an den Strand von Palmahin (südlich von Tel Aviv). Dort wurde noch einmal richtig Sonne getankt, bevor es mit dem Flieger zurück ins kalte Deutschland ging.

Strand von Palmahin

So, mein Trip ist nun leider zu Ende. Sollte jemand noch was wissen wollen, dann einfach per Mail stellen.

Negev

12. März 2010

Früh los um in den Süden (Negev) zu kommen. Nach einem kurzen Stopp an einem schönen Strand erreichten wir Beer Sheva, um eine Ausgrabungsstätte zu besichtigen.

War zwar ein Weltkulturerbe (ca. 6000 Jahre alt und bereits in der Bibel erwähnt) aber trotzdem net so der Hammer.

Negev

Dann ging es weiter südlich nach Sede Boker.  Dort liegt das Grab von Ben Gurion und ein großer Naturpark. Sind dort dann 3 Stunden bei ca. 35 Grad

umhergewandert. War echt klasse und ein kleiner Ausgleich für meine verpasste Wanderung.

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Obwohl wir dann erschöpft waren, sind wir noch ca. 40km nach Shivta gefahren. Dort befindet sich eine wahnsinnig große Ausgrabungsstätte, die jedoch noch einige Arbeit bedarf.

Ausgrabungen bei Shivta

Beim Verlassen der Anlage sahen wir dann den Sonnenuntergang in der Wüste, bevor es wieder zurück nach Tel Aviv ging.

Sonnenuntergang in der Wüste

Noch einmal in den Norden

11. März 2010

Habe mir spontan ein Auto (bei Eldan – 3 Tage für 100 $) genommen und bin in den Norden gefahren. Erste Station war Haifa mit der Höhle von Elija (schwer zu finden – unbeschilderte Treppe) und der deutschen Siedlung (alte Häuser) in der Innenstadt.  Dann nach Akko – musste noch einmal dahin… -  Rundgang in der Altstadt mit Besichtigung des Kreuzfahrertunnels. Auch durfte Hummusessen bei “Humus Said” nicht fehlen / angeblich der beste Hummus der Welt. Hierbei mit einem jungen Lehrer aus Haifa unterhalten der mich dann seine Hummusvariante (mit Kräutern) probiern ließ.

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Humus

Hummus bei "Humus Said"

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Auf dem Weg nach Beit Shean hab ich mal wieder einen Anhalter mitgenommen (war ein junger Siedler aus Ostjerusalem – interessante gemäßigte Sichtweise der Probleme). Vorallem die Ausgrabungen in Beit Shean waren der absolute Hammer. Hier wurde eine Innenstadt mit Badehäuser, Theater usw. ausgebuddelt. - absolut sehenswert – Zwei bekannte Nationalparks mit heißen Quellen konnte ich aufgrund der Uhrzeit leider nicht mehr besichtigen.

Ausgrabungen in Bet Shean

Ausgrabungen in Bet Shean

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Morgen geht es mit dem Arno in die Negev..

Tel Aviv

10. März 2010

Heute war mal wieder ein wenig relaxen angesagt. Bissl im Park gelesen und ein kleines Mittagsschläfle gemacht.

Nachmittags kleiner Stadtrundgang mit Besichtigung des Museum of Art. Leider war gerade Ausstellungswechsel und so konnte  ich “nur” die Dauerausstellung besichtigen.

Es gab als Highlights neben Picasso, Miro und Kandinsky auch mal einen van Gogh.

Ramallah und Jerusalem

09. März 2010

Heute Morgen noch in Ramallah unterwegs gewesen, einen Kaftan für die Mutter und natürlich auch noch ein  Kufiya = Palestinensertuch für den Bruder gekauft. Zum Frühstück gab es eine lecker Falafel für nur 4 NIS.  Dann über den größten Checkpoint nach Jerusalem und mal wieder die Altstadt durchstreift (Grabeskirche, Tempelberg usw.).  Danach Rascha für eine Fahrt ins Umland (En Kerem – Naturparkt) von Jerusalem getroffen. Die Arme war für den Trip über ne Stunde von Ramallah aus mit dem Auto unterwegs. – Schuld war auch mein Rucksack. – Nein der gehört mir nicht und ich weiß auch nicht was darin ist…  – schlechte Antwort.

Auf dem Tempelberg

Jetzt bin ich wieder in Tel Aviv und muss erst einmal wieder zur Ruhe kommen und das Erlebte verarbeiten…

Ach, dem Knie geht es wieder besser.

Ramallah und Jericho

08. März 2010

Früh los und mit dem Sherut nach Ramallah gefahren. Dort wurde ich dann von Rasha (Freundin von Rami) aufgegriffen und herumgeführt.

Grabstelle Arafat

Als erstes ging es zum Grab von Arafat, welches für die Palästinenser von großer Bedeutung ist. Danach fahrt ins grüne Umland von Ramallah – war mal wegen seiner Lage Luftkurort. Schließlich konne ich Rasha dazu überreden mit mir nach Jericho zu fahren. Auf der Fahrt hatten wir jede Menge Spaß und ich konnte neben Jericho auch noch das Georgenskloster, welches wahnsinnig idyllisch im Wadi Quelt liegt, sehen.

Da es auch heute wieder so viele Eindrücke und Erlebnisse waren, gehe ich gar nicht weiter darauf ein, sondern beantworte lieber geziehlte Fragen hierzu.

Eins noch… Geschlafen habe ich in einem -1 Sterne Hotel in der Nähe des Busbahnhofs von Ramallah. Für 100 NIS hatte ich dort jede Menge ungewolltes Abenteuer (kaputtes Bett und Fenster, zu heißes Wasser und eine verschlossene Eingangstüre bei der Rückkehr (Ok, war auch sehr spät).

Georgenskloster im Wadi Quelt

Nablus

07. März 2010

Ich kann die Erlebnisse und Eindrücke noch gar net richtig verarbeiten – es war einfach soviel.

Los ging es heute am Busbahnhof in Tiberias mit der Unwissenheit, ob ich es überhaupt nach Nablus schaffe. Nablus – ja Nablus liegt im Palistinensergebiet. Die gefährliche Westbank, Brennpunkt und besetztes Gebiet seit über 40 Jahren. Da ich über einen Bekannten ‘(Rami) in Deutschland die Möglichkeit auf Kontakte in Nablus und Ramallah hatte, zögerte ich nicht lange und nahm das Angebot an.

Doch leider wusste ich nicht wie ich im Norden in die Westbank einreisen konnte. Selbst Israel konnte mir nicht sagen, ob ich eine Erlaubnis brauche und welcher der beste Weg ist.

typisches arabisches Taxi

So stand ich in Afula und bekam die Auskunft, dass kein Bus bzw. Sherut nach Jenin (Stadt im Norden der Westbank) fährt. Also blieb mir nichts anderes übrig und das Angebot eines Sherutfahrers anzunehmen und für 100 NIS (wollte erst mehr) nach Jenin zu fahren. Der Checkpoint im Norden war dann auch überhaupt kein Problem.  Am Sherutbahnhof gab es dann einen frisch gepressten Orangensaft für – 1 NIS !!! . Von Jenin aus nahm ich dann ein Sherut bzw. Sammeltaxi für 14 NIS nach Nablus. Ohne einen Kontrollpunkt zu sehen bin ich dann in Nablus angekommen, fragt aber nicht welche kleinen Straßen wir langefahren sind.  Dort wurde ich auch schon von einem Bekannten vom Rasem (Ist der Bruder vom Rami aus Deutschland – musste noch arbeiten) empfangen und bis zu dessem Arbeitsende beschäftigt. So unternahmen wir einen ersten kleinen Stadtrundgang und ich konnte eine alte Seifenfabrik besichtigen. Nablus war bzw. ist bekannt für seine Handgemachte Seife aus Olifenöl. Auch wurden mir die Beschädigungen  durch die Israelis anhand von Bildern gezeigt, denn der Bekannte vom Rasem war Architekt. Schliesslich gesellte sich Rasem hinzu und führte mich anschliessend noch ein wenig über den Souk. Dieser war mal richtig traditonell und überhaupt nicht für Touristen ausgelegt. Auch wurde ich gleich auf eine leckere arabische Nachspeise “Knafeh” eingeladen. – Wirklich lecker -

Knafeh

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leckeres arabisches Mittagessen

Anschließend ging es zum Rasem seiner Familie und ich wurde zum Essen eingeladen. Der Einblick in eine arabische Familie war hierbei unbezahlbar. Natürlich kam ich hierbei auch zum ersten Mal mit der anderen Seite des Konflikts in Berührung. Mir wurde geschildert wie schwierig es ist Genemigungen (auch um in andere palistinensische Städte zu kommen) zu erhalten und wie willkürlich die Israelischen Militärs Personen mitnehmen und einsperren. Ich konnte es nicht glauben, dass Rasem für drei Monate im Gefängnis war, weil er Steine auf Soldaten geworfen hatte (wie oft er in Deutschland dafür wohl hätte erwischt werden müssen). Sein jüngerer Bruder (17) wurde wegen  dem Vorbereiten von Fahnen und Propagandamaterial zu sieben Monaten Haft verurteilt, weshalb er nun ein Jahr Schule nachmachen muss. Nachdem wir eine weitere Stadtrundfahrt zu einem Aussichtspunkt über die gesamte Stadt gemacht hatten, ging es zum allabendlichen Abendprogramm – Kartenspielen,Shisharauchen und Kaffeetrinken…

Ein Tag in Tiberas

06. März 2010

Als ich grad beim Frühstück saß, stand plötzlich Israel vor mir und grinste mich an. “Wenn du soweit bist, dann kann es losgehen.” – also los… Da ich die Touripunkte bereits kannte, fuhr Israel in die schönen Ecken wo sonst nicht so schnell ein Tourist hinkommt. So besuchten wir ein Drusendorf (bei Migdal) , wobei Israel gleich ein geparktes Polizeiauto feststellte. Mit den Worten: “Da schaun wir mal was los ist” stieg er aus und schon saßen wir mit den Kollegen bei einem arabischen Kaffee im Hof eines alten Drusen.

Drusensnack

Weiter ging es dann an in den Stein gehauenen Höhlen vorbei, die zu Zeiten Jesus als Wohnraum dienten. Am Jordan trafen wir dann einen alten Bekannten von Israel, der einen Drusenimbissstand an der Strasse aufgebaut hatte. Die Einladung zu einem Drusensnack – frisches arabisches Brot mit Quark, Kräutern und Öl – ließ ich mir natürlich nicht entgehen. Während der Fahrt wurde mir ausführlich die Lebensweise der Israelis, das Judentum und die Konflikte mit den angrenzenden Ländern erklärt – was wirklich aufschlussreich und interessant war.

Nachdem wir einen Aussichtspunkt im Golan angesteuert hatten (Aussicht auf den Kinneret) und in einer Schlucht (bei Livnim) waren, ging es zum Israel nach Hause. Dort wartete seine Frau, Diana, schon mit einer Salbe für mein Knie und einem Shabbat Essen (wird bereits am Vortag vorbereitet und warmgehalten). Das Essen war ganz zwanglos (kein beten und so) und geschmacklich sehr interessant. Es gab Hirse mit Hühnchen und Süßkartoffel, was für mich was absolut neues war.

Bootsfahrt

Mit Diana (brauchte noch Geschenke für Verwante) besuchten wir ein Kibbuz am See, das Datteln in allen Varianten verarbeitete. Nach dem kleinen Einkauf und nachdem wir Diana wieder abgesetzt hatte, überlegte Israel, was er mir noch bieten könnte. Den Vorschlag, die kleine Wasserschutzpolizei am See zu besuchen (die Station in Tiberias kannte ich ja schon) wurde natürlich sofort angenommen. Dort trafen wir zwei Kollegen beim Teetrinken und wurden natürlich sofort dazu eingeladen. Als dann noch die Möglichkeit bestand, mit dem Boot ne kleine Patrouille auf dem See zu drehen, konnten wir dann gar nicht anders. Mit dem Speedboat ging es dann in einem Affenzahn einmal quer über den See, um erst einmal einen Kaffe an einem Strand zu trinken… -Also für einen Tag wurde ich zu wirklich vielen Heissgetränke eingeladen.- Als wir wieder am Auto abgesetzt wurden, fuhr mich Israel zum Hotel zurück und verabschiedete sich von mir. Da Israel mit seiner Frau demnäst nach Deutschland reist, bot ich ihm hierbei an, ihn ebenfalls ein wenig herum zu führen. Eine Fahrt im Polizei-Speedboat auf einem heimischen See, konnte ich ihm aber leider nicht versprechen.

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So ging ein interessanter Tag mit vielen Eindrücken und Erlebnissen zu Ende. — Danke hierfür Israel

Der dritte Tag der Wanderung – Das Ende

05. März 2010

Schon beim Aufstehen wusste ich gleich, dass die Wanderung gelaufen war. Mein rechtes Knie war nur beim Ausstrecken richtig Schmerzfrei und machte eine Wanderung mit schwerem Rucksack und vielen Höhenmetern unmöglich. Tsja und nun…

Nachdem ich Israel (Bekannter von meiner letzten Tour, mit dem ich den Kontakt wieder hergestellt hatte – siehe hierzu alten Blog) benachrichtigt hatte, fuhr ich mit dem Bus nach Tiberias und liess mich von ihm abholen. Leider hatte Israel (so heisst der wirklich mit Vornamen – diesen hatte er sich bei seinem Übertritt zum Judentum selber gegeben) heute keine Zeit und so brachte er mich nur schnell ins Hotel und verabretete sich mit mir für den nachsten Tag.

Werd jetzt noch ein bissl durch Tiberias humpeln und das schöne Wetter (26 Grad) geniesen.

Der zweite Tag der Wanderung – Ist es das Ende

05. März 2010

Als ich aus meinem Zelt kroch, war das böse Bächlein leider noch da. Es half einfach nichts, weshalb ich trotz meiner aufgeschürften Stellen an den Füssen in meine Flip Flops schlüpfte und wieder ins kalte Wasser stieg. Der Weg zog sich dann auch noch ne ganze Weile und war von mehreren Hindernissen (Felsvorsprünge , kleinere Wassrefälle und bis zur Hüfte gehende Wasserlöcher) gespickt. Kam mir fast wie eine Spielfigur in einem Adventure Game vor – wo ist der Weg, wie komme ich am schnellsten weiter und pass bloß auf die Minenfelder auf.

Schließlich konnte ich mein Glück kaum fassen, denn ich erreichte einen Trampelpfad neben dem Bach. -Was für eine Wohltat-. Nach einem weiteren Kilometer war dann das Wadi endlich bezwungen. “Huaaaa – Ich habe überlebt”. Anstatt der angeblich drei Stunden waren es dann wohl eher so fünft geworden. – Hierzu bitte kein Kommentar -

Trocknen der Sachen

- Das Wadi, was bestimmt richtig Fun machen kann, würde ich aber nur noch einmal durchlaufen, wenn ich geeignete Schuhe bzw. Kleidung (Neopren), einen Guide oder Gruppe und kein zusätzliches Gewicht (schwerer Rucksack) hätte. -

Der INT

Auf der Strasse ging es dann Richtung Dan, wo der eigentliche Trail beginnen sollte. Schon nach einigen Schritten bemerkte ich ein leichtes Stechen im rechten Knie. Gestern war ich nämlich ausgerutscht und mit vollem Gewicht auf mein rechtes Knie gefallen. Über Nacht hatte ich es leicht gespürt und nun meldete es sich mit einem stechenden Schmerz wieder zurück.

In Dan angekommen, bog ich gleich in den INT ein und machte die ersten Kilomter gut. Auf diesem Stück waren dann zwei Bäche zu überqueren, was aber aufgrund meiner neu bzw. schmerzlich erworbenen Fähigkeiten kein Problem darstellte. Nach ca. sechs Kilomtern kam dann eine Tankstelle, wo ich meine Wasservorräte auffüllte und eine kurze Pause einlegte. Hierbei fiel mir der immer stärker werde Schmerz in meinem mittlerweile rot gewordenen Knie auf.

Zja – Zähne zambeissen und weiter. Trotz des Muskelkaters (Arme, Beine und Ruecken) und den aufgeriebenen und aufgeschürften Stellen am Fuss konnte man weiterlaufen, aber das Knie bereitete mir immer mehr Probleme. Nachdem ich eine Steigung erklommen hatte und vor mir den weiteren Weg in die Hügel sah, entschied ich mich, den Notfallplan B auszurufen. Da mein Knie bei jeder Bewegung stark schmerzte und jeder weitere Kilometer (es waren heute bereits ca. 20km) unmöglich schien, trampte ich zu einer nahe gelegen Jugendherberge.

Eine heisse Dusche und ein richtiges Bett mussten mich einfach wieder fit kriegen.

Mein rechtes Knie war übrigends mittlerweile blau geworden.